Uganda

Uganda reiht sich seit Anfang 2019 als neuestes Mitglied in die Gruppe unserer Projektländer ein. Das ostafrikanische Binnenland ist bekannt für atemberaubenden Landschaften. Fast drei Viertel aller dort lebenden Familien halten Nutztiere. Die Amtssprachen des Landes sind Swahili und Englisch, wobei im Alltag noch bis zu 40 andere Sprachen Verwendung finden.


© Esteban Castle

Unsere Projektarbeit in Uganda auf einen Blick

  • 1

    aktives
    Projekt

  • 1.697

    erreichte
    Menschen

  • 6.488

    behandelte
    Tiere

  • 48

    geschulte
    Tiergesundheits-
    helfer:innen

Die Perle Afrikas

Wer auf der Suche nach atemberaubenden tiefgrünen Landschaften ist, ist in Uganda genau richtig. Denn hier gibt es mehr als 60 Schutzgebiete – darunter 10 Nationalparks. Landschaftlich wird das Land geprägt von beindruckenden Gewässern, wie dem Nil und dem Victoriasee, aber auch von dem einzigartigen Rwenzori-Mondgebirge, einem der letzten Lebensräume der vom Aussterben bedrohten Berggorillas. Kein Wunder also, dass Uganda auch die „Perle Afrikas“ genannt wird.

Kulturelle Vielfalt

In Uganda gibt es viele verschiedene ethnische Gruppen mit unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und Traditionen. Während die Bantu sprechenden Menschen, die mehrere Stämme bilden (z.B. Baganda, Bagisu, Basoga, Batooro, Banyakole, Bakiga & Banyoro) in der Mehrzahl sind, sind im Norden und Osten des Landes auch viele Stämme mit nilotischen Sprachen aufzufinden, darunter die Lango, Acholi, Iteso und Karamajong. Einige wenige Pygmäen leben isoliert in den Regenwäldern West-Ugandas, z.B. das Volk der Batwa, das in der Nähe von Bwindi lebt.

Traditionelle Tänze

Der traditionelle Tanz ist ein wichtiger Bestandteil der ugandischen Kultur. In den meisten Stammesgruppen spielen Tänze bei Zeremonien und besonderen Anlässen eine wichtige Rolle. Der ‚Kiganda‘-Tanz des Baganda-Stammes ist einer der bekanntesten des Landes. Der ‚Basoga‘-Stamm wiederum hat einen speziellen Tanz namens ‚Tamenhaibunga‘, der die Bedeutung von Liebe und Freundschaft in der Gesellschaft ausdrückt.


© Francesco Ungaro

© Melissa Askew

© Heidi Erickson

Kulinarische Vielfalt

Uganda verfügt über weite Flächen fruchtbaren Agrarlandes auf dem jegliche Lebensmittel angebaut werden, was sich in der vielfältigen ugandischen Küche widerspiegelt. Das beliebteste Essen ist Matooke, eine spezielle, nur im Osten Afrikas wachsende Bananensorte, die gekocht oder als Brei serviert wird.

Ein typisches Gericht ist Posho, das aus Maismehl hergestellt wird. Es ist eines der klassischen Gerichte, das man in der Essensausgabe in öffentlichen Einrichtungen, wie zum Beispiel Schulen, serviert bekommt.

Andere heimische Lebensmittel Ugandas sind: Reis, Hirse, Bohnen, Süßkartoffeln, Yamswurzeln, Maniok, irische Kartoffeln und viele Früchte, wie etwa Ananas, Wassermelonen und Mangos. Eine besondere Streetfood-Delikatesse ist die „Rolex“ (Kurzform für „Rolled Eggs“), ein Omelett, das in Fladenbrot gewickelt wird. Der Snack von Straßenhändlern und Markständen wurde von CNN als eines der besten afrikanischen Fast Foods gelistet.

Religion

Für viele Ugander:innen spielen religiöse Traditionen eine wichtige Rolle in ihrem täglichen Leben. Die meist vertretenen Religionen Ugandas sind das Christentum (83%) und der Islam (16%). Gebetshäuser, wie die Rubaga-Kathedrale, der Schrein der ugandischen Märtyrer, der Baha’i-Tempel und die Gaddafi-Moschee, sind aufgrund ihrer herausragenden Architektur zu beliebten Orten für die viele Besucher geworden.


© Watoker Derrick Okello

„Uganda ist schön, einzigartig und wunderbar. Es ist ein Land der Kontraste, mit vielen Menschen, die in extremer Armut leben, und dennoch voller Schönheit. Am wichtigsten ist, dass Ugander stolz darauf sind, ihr Land ihr Zuhause nennen zu können.“

– Anna Akandinda, Capacity Development Officer, Uganda

Wussten Sie schon…?

Auf dem ostafrikanischen Plateau gelegen, liegt Uganda durchschnittlich 1.100 Meter über dem Meeresspiegel. Die Höhe Ugandas fällt im Norden zum Südsudan hin ab. Dies erklärt, warum ugandische Flüsse meist Richtung Norden fließen.

Deshalb sind wir in Uganda:

Die Tiere der ugandischen Viehhalter:innen werden zunehmend durch Krankheitserreger und Parasiten bedroht – viele Tiere sterben an Krankheiten, die durch eine einfache Impfung vermeidbar wären. Damit sind nicht nur eine sichere und ausgewogene Ernährung der Menschen, sondern letztlich die gesamte Lebensgrundlage der Viehhalter:innen und ihrer Familien in Gefahr. Hinzu kommt, dass sich Produzent:innen, aber auch Verarbeiter:innen und Verbraucher:innen leicht mit sogenannten zoonotischen Erregern infizieren. Behandelt werden die Erkrankten in der Regel mit Antibiotika, oft ohne ausreichende Diagnostik und Wirksamkeitsnachweis. Dabei können sich hier leicht Antibiotikaresistenzen bilden. In Kombination mit mangelnder Lebensmittelhygiene und -sicherheit ist die Gesundheit der Menschen hier also besonders gefährdet.


© Random Institute

© Random Institute

Kontakt / Länderdirektion

Dr. Joshua Waiswa

Uganda
Technischer Projektmanager

Joshua.Waiswa@vsfg.org

Als Technical Project Manager ist Joshua Waiswa für die Durchführung des BUILD Projekts im Neuzugang Uganda verantwortlich.

 

Joshua Waiswa ist seit 2019 Teil des Teams.

„Mich motiviert vor allem die Vision von ToGeV in Uganda und der Wunsch, das Leben der beteiligten Gemeinschaften positiv und nachhaltig zu verändern. Der Gedanke, dass ich jemandem eine Lösung für sein Problem bieten kann, motiviert mich jeden Tag erneut.“