Kenia

Vom zweithöchsten Gipfel Afrikas bis zu paradisischen Stränden – die Republik Kenia: Das Land der Gegensätze. Mit einem Durchschnittsalter von 19 Jahren ist Kenia Heimat einer der jüngsten Bevölkerungen der Welt.


© Juozas Cernius

Unsere Projektarbeit in Kenia auf einen Blick

  • 8

    aktive
    Projekte

  • 50.474

    erreichte
    Menschen

  • 166.884

    behandelte
    Tiere

  • 322

    geschulte
    Tiergesundheits-
    helfer:innen

Die führende Wirtschaft Ostafrikas

Kenia ist eine Volkswirtschaft mit niedrigem bis mittlerem Einkommen, wenn auch die größte in Ost- und Zentralafrika. Die Hauptstadt Nairobi ist ein wichtiger regionaler Handelsknotenpunkt. Die Landwirtschaft stellt den größten Sektor dar: Tee und Kaffee sind traditionelle „Cash Crops“, während frische Blumen ein schnell wachsendes Exportgut sind. Die Dienstleistungsbranche ist ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, insbesondere der Tourismus boomt.

Die Landwirtschaft ist nach wie vor das Rückgrat der kenianischen Wirtschaft. Sie trägt ein Drittel zum BIP bei und beschäftigt rund 75 % der kenianischen Bevölkerung, die zumindest teilweise im Agrarsektor einschließlich der Nutztierhaltung und Pastoralwirtschaft arbeitet. Mehr als 75 % der landwirtschaftlichen Produktion stammt aus kleinbäuerlicher, regengespeister Landwirtschaft oder tierischen Erzeugnissen, die sehr anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels sind. Pastoralisten leiden unter der Knappheit von Weiden und Wasser für ihr Vieh, während die Agro-Pastoralisten vor dem Problem stehen, ihre Ernte während der langen Trockenperioden vor den Viehhirten schützen zu müssen. Dies führt oft zu ressourcenbasierten Konflikten.

Organisation in „Bundesländern“

Im Jahr 2013 hat das Land mit der Schaffung von 47 Bezirken ein dezentralisiertes Regierungssystem, ähnlich den deutschen Bundesländern, eingeführt und die Staatseinnahmen sowie die Verantwortung für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung an diese übertragen.


© Juozas Cernius

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Atemberaubende Landschaften

Das Land im Osten Afrikas wird geprägt durch seine 535 km lange Küste zum Indischen Ozean sowie die Uferregionen des Victoria Sees im Westen und dem Turkana See im Norden.  Neben den bis zu 5.000 Meter hohen Gebirgen wird Kenias Landesinnere von Wüsten und Steppenlandschaften dominiert.  

Tourismus: Auf der Suche nach den „Big Five“

Wer auf der Suche nach den afrikanischen „Big Five“ ist – Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard – , der wird in Kenia fündig werden. Durch die weitläufigen Nationalparks und Naturreservate ist Kenia die Heimat von einer Vielzahl an Wildtieren. Kenias wohl berühmtester Nationalpark ist der Serengeti Park im Süden des Landes. Der Park, der als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde, zählt zu den wildtierreichsten Regionen der Welt und lockt jedes Jahr viele Besucher:innen an. 

Deshalb sind wir in Kenia:

Der Klimawandel in Kenia wirkt sich zunehmend auf das Leben der Menschen und die Umwelt aus. Durch Dürren, die länger als gewöhnlich andauern, unregelmäßigen und unvorhersehbaren Regenfällen, Überschwemmungen und steigenden Temperaturen erschwert er den Alltag in Kenia. Die Auswirkungen dieser klimatischen Veränderungen haben die bereits bestehenden Herausforderungen in Bezug auf Wassersicherheit, Ernährungssicherheit und Wirtschaftswachstum noch weiter verschärft.

Die schlechte oder in den Gebieten der Wanderhirten zum großen Teil nicht vorhandene medizinische Versorgung von Menschen und Tieren verschärft diese Krisen zusätzlich. Zudem mangelt es an Informationen und Bewusstsein über die Einhaltung von grundlegenden Hygienestandards, die der Prävention von Krankheiten und dem Schutz vor Parasiten dienen. Wir begegnen diesen Herausforderungen z.B. in North Horr in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus dem humanmedizinischen Bereich und Umweltwissenschaften – dem Comitato Collaborazione Medica (CCM) und Meteorologen von Translate into Action (TRiM).

Gemeinsam gegen Tollwut

Trotz bekannter Behandlungs- und Präventionsmaßnahmen bleibt Tollwut in vielen Teilen der Welt weiterhin eine der gefährlichsten zoonotischen Erkrankungen. Seit 2003 setzen wir uns in Kenia aktiv dafür ein, Tollwut bis zum Jahr 2030 auszurotten. Mit flächendeckenden Massenimpfungen in sowohl ländlichen, als auch urbanen Regionen sowie wichtigen Aufklärungskampagnen sind wir hier auf dem richtigen Weg – so auch in unserem Projekt in Narok County.

Zum Projekt

Kontakt / Länderdirektion

Maurice Kiboye

Kenia & Somalia
Landesdirektor

Tel.: +254 (0)727 943 488

Mkiboye@vsfg.org

Mit zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Programmentwicklung und der Durchführung humanitärer und entwicklungspolitischer Maßnahmen ist Maurice Kiboye ein wahrer Experte in den Interventionsfeldern Ernährungssicherheit, Existenzgrundlagen und dem ganzheitlichen One-Health-Ansatz.

Maurice Kiboye ist seit 2013 Teil des Teams.

„Meine Motivation schöpfe ich aus erfolgreichen Projekt akquisitionen, Projektdurchführungen und dem positiven Feedback von Begünstigten & Partnern.“