Tägliche Mahlzeiten für 13.000 Kinder

Der Südsudan ist der jüngste Staat Afrikas. Knapp 80 % der 12,2 Millionen Afrika Einwohner:innen befinden sich in Abhängigkeit von Landwirtschaft und Viehhaltung.

Unsere Zusammenarbeit zeichnet sich durch eine starke Bindung an die regionalen Communities aus.
© Tierärzte ohne Grenzen e.V.

Projekt in Zahlen und Fakten

  • 13.000

    Warme Mahlzeiten für Schulkinder täglich

  • 20.000

    Gegen Milzbrand geschützte Tiere

  • 20

    Ausgebildete Tiergesundheits- helfer:innen

     

  • 6.000.000

    Gesamtbudget (Euro), durchgeführt in Kooperation mit dem BMZ, der Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt

Innovative Landwirtschaft für den Südsudan


Seit 2016 leitet ToGeV ein durch das BMZ und Diakonie Katastrophenhilfe/ Brot für die Welt finanziertes Projekt mit Ernährungsprogrammen für Schulen, der
Implementierung innovativer landwirtschaftlicher Methoden und der Förderung einer schonenden Nutzung natürlicher Ressourcen.

Ernährungssicherung & Bildung

Mit dem Schulernährungsprogramm konnten bis heute mehr als 13.000 Kinder in 47 Schulen täglich mit einer warmen Mahlzeit versorgt werden. Anfangs bestand diese Mahlzeit aus einer aus Kenia importierten Getreide-Soja-Mischung, aus der ein Brei (eine Art Porridge) aufgekocht wurde. Um die lokale Landwirtschaft jedoch direkt zu unterstützen und sich unabhängiger
von den Lieferungen aus Kenia zu machen, wurden die Mahlzeiten im Laufe des Programms stattdessen aus regionalen Produkten zubereitet. Dazu wurden mit lokalen Kooperativen Verträge über den Anbau und die Abnahme von Nussölen und Getreiden abgeschlossen. 639 Schulkinder, Lehrkräfte und Köche*innen wiederum wurden über Richtlinien zu Lebensmittelhygiene und -sicherheit aufgeklärt.

Eine Ziegenherde überquert ein überflutetes Feld.
© Tierärzte ohne Grenzen e.V.

Agrarwirtschaftliche Förderung

Um agrarwirtschaftliche Aktivitäten zu fördern, hat ToGeV im Rahmen des Projekts bereits 29 Mustergärten angelegt. Hier lernten über 600 Bauern und Bäuerinnen innovative Methoden der Gemüseproduktion. So geben rund 4.500 lokale Haushalte Einblicke in verschiedene traditionelle Arbeitsweisen und führen diese in den Gärten durch. Dazu gehören z. B. Mikro-Bewässerungssysteme und neue agronomische Methoden, wie Beet-Management, Düngerausbringung oder integrierte Schädlingsbekämpfung. Einige der Haushalte trainieren, die neuen Methoden zur Gemüseproduktion in Dürreperioden anzuwenden. Auch diese saisonalen Produkte finden Eingang in die Schulspeisung.

Umweltschutz & Nutzung natürlicher Ressourcen

Für eine optimale Nutzung natürlicher Ressourcen und die Sicherung eines regelmäßigen Einkommens erhalten die Teilnehmer*innen Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche. So werden sie z. B. in Imker- und Webarbeiten sowie die Verarbeitung von Sheabutter und die kommerzielle Produktion von Energiesparöfen eingebunden, um ihnen neue Einkommensperspektiven zu eröffnen.

Tiergesundheit & veterinärmedizinische Dienstleis­tungen

Zur Verbesserung der Tiergesundheit wurde
eine Impfkampagne gegen Milzbrand von einem Team bestehend aus 20 Tiergesundheitshelfer*innen durchgeführt. So konnten bereits 20.000 Rinder vor
der Krankheit geschützt und die Lebensgrundlage vieler Viehhalter*innen gesichert werden.

„Ich bin eine der 18 Tiergesundheitshelfer, die in Yomding Payam eine Ausbildung durch ToGeV erhalten haben. [...] Die Gemeinde verstand schon bald, den Wert meiner Arbeit zu schätzen, und nun nennen mich alle „Doktor“, worauf ich sehr stolz bin. Sie vertrauen mir und rufen mich an, um ihre Tiere zu behandeln, wenn sie krank sind. Sobald ich das Geld für die Behandlungen erhalten habe, kaufe ich Lebensmittel und Kleidung und bezahle das Schulgeld für meine Kinder.“
Nyamuoch Rang Kong
(Yomding Payam, Südsudan)

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