Das Recht auf Nahrung – Treffen mit Cem Özdemir

24.05.2024

15. Berliner Agrarminister*innen Konferenz am 21. Januar 2023 in Berlin

Auf der 15. Berliner Agrarminister*innen Konferenz am 21. Januar 2023 in Berlin hat Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir zusammen mit Kolleg*innen aus Politik und Vertreter*innen internationaler Organisationen darüber beraten, wie das Recht auf Nahrung weltweit aussehen und umgesetzt werden kann.

Um nachhaltige und inklusive Ernährungssysteme zu fördern, die für alle erschwinglich und verfügbar wären, müsse man gemeinsam agieren, so der Minister. Nur dann sei ein Paradigmenwechsel und eine Transformation von Land- Agrar- und Ernährungswirtschaft möglich. Im Kontext krisenfester Ernährungssysteme verwies er auch auf die Bedeutung von Tierwohl und Tiergesundheit. Diese spielt besonders für pastorale Gemeinden in Ostafrika eine zentrale Rolle. In den von andauernder Dürre betroffenen Ökosystemen und Habitaten bietet diese Form der Wanderweidewirtschaft den Menschen die Möglichkeit, eine ökologische Nische zu besetzen und trotz landwirtschaftlich unfruchtbarer Böden zu überleben.

Doch um den multiplen Krisen Stand zu halten, bedarf es mehr als die Bereitstellung von Nahrung oder Futtermitteln. „Getreidesilos bauen, statt Getreidesäcke schicken“, lautet eine mögliche Antwort von Bundesminister Özdemir. Um dem steigenden Bedarf an Hilfe effektiv zu begegnen, betonte er die Bedeutung des Wissenstransfers und der Unterstützung zur Selbsthilfe. Hier setzt auch die Projektarbeit von Tierärzten ohne Grenzen an: Humanitäre Maßnahmen sind ein erster überlebenswichtiger Schritt, um rasch auf unerwartete Ereignisse zu reagieren. Wichtiger als Getreidesäcke sind hierbei auch oftmals Geldtransfers, die es den Menschen erlauben, individuell auf ihre Bedürfnisse reagieren zu können. Gleichzeitig sorgt ToGeV dafür, dass die Tierpopulationen entsprechend der verfügbaren Habitate wieder ihre Tragekapazität erreichen. Entscheidend sind hierbei unsere veterinärmedizinischen Maßnahmen, wie die Ausbildung zur Tiergesundheitshelfer*in. Die Ausbildung ermöglicht es den Gemeinden, Wissen zu teilen und ihre Tiere langfristig gesund und krisenfest zu halten. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Wahrung der eigenen Ernährungssicherheit und zur nachhaltigen Stärkung ihrer eigenen Widerstandsfähigkeit.

Vielen Dank in diesem Sinne an Cem Özdemir für seine Worte und seinen Einsatz für die Tiergesundheit!