Rekordbedarf an humanitärer Hilfe für 2023

24.05.2024

Der „Global Humanitarian Overview 2023“ fasst nun diese Realität in einer erschütternden Zahl zusammen: 339 Millionen Menschen werden laut der UN Prognose 2023 von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen und auf humanitäre Hilfe angewiesen sein.

Die Welt kämpft mit einer katastrophalen Ernährungsunsicherheit und einem noch nie dagewesenen humanitären Bedarf, der durch gewaltsame Konflikte, Klimaschocks und die COVID-19-Pandemie weiter verstärkt wird. Steigende Kosten für Lebensmittel, Brennstoff und Düngemittel und einstürzende lokale Währungen haben weitere Millionen von Menschen an den Rand des Überlebens gerückt.

Der „Global Humanitarian Overview 2023“ fasst nun diese Realität in einer erschütternden Zahl zusammen: 339 Millionen Menschen werden laut der UN Prognose 2023 von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen und auf humanitäre Hilfe angewiesen sein – ein Anstieg von knapp 200 Millionen Menschen gegenüber der Zeit vor der Pandemie.

Tierärzte ohne Grenzen setzt sich für die von der Krise besonders stark betroffenen Menschen am Horn von Afrika ein, wo Menschen, Tiere und Umwelt sich durch langanhaltende und wiederkehrende Dürreperiode nur schwer und langsam erholen können. Denn kein Regen bedeutet keine Ernte, keine Nahrung und Verlust von Viehbeständen, oftmals die einzige Einnahme- und Versorgungsquelle der dort ansässigen pastoralen Gemeinschaften.

Um dem ansteigenden Bedarf an humanitärer Hilfe nachhaltig zu begegnen setzen wir uns mit gezielten Maßnahmen für die Stärkung der eigenen Resilienz (Cash Transfers, Impfkampagnen zum Erhalt des Tierwohls, Tiernotfütterungen, Bewässerung und Futtermittelproduktion zum Schutz von vor Überweidung gefährdeter Ökosysteme und Habitate) ein. In Zeiten von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit liegt ein weiterer Schwerpunkt unserer Projekte auf der Stärkung der Vorbereitung betroffener Gemeinden auf jene extreme Bedingungen. Unter anderem durch die Entwicklung von Katastrophenschutzplänen, der Ausbildung von Seuchenschutzbeauftragten und dem Ausbau und der Vernetzung von Frühwarnsystemen. Der Anschluss von vorausschauenden und stabilisierenden Maßnahmen an die bestehende Soforthilfe steht damit im Mittelpunkt unserer Arbeit die gerade bei einem wachsenden Bedarf an humanitärer Hilfe einen effektiven Beitrag zu Ernährungssouveränität, würdevollen Lebensgrundlagen und Zukunftsperspektiven leistet.

 

Ein Artikel von Rickie Klingler

Global Humanitarian
Overview 2023

 

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© Henry Fuchs