Unterstützung von Mensch und Tier in Notlagen

Nur wenige Menschen in Ostafrika verfügen über ein sicheres Einkommen. Doch gerade in Ausnahmesituationen, ausgelöst durch Dürre oder Überschwemmungen, aber auch durch Konflikte und Vertreibung, ist eine sichere Einkommensquelle der Anker für viele Familien. Mit diesem Projekt in Kenia tragen wir dazu bei, Viehbestände zu schützen und dem Verlust von Einkommen entgegenzuwirken. Darüber hinaus unterstützen wir besonders gefährdete Haushalte finanziell, um die Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen.

Das Projekt im Überblick

  • Livelihoods support to mitigate the impact of drought for the most vulnerable pastoral and agro-pastoral communities of Turkana and West Pokot counties

    Offizieller Titel

  • Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)

    Geber*in

  • 11.428.645 KES

    umgerechnet circa 66.749 Euro
    Budget

  • September 2023 – Dezember 2023

    Dauer

Hintergrund

Die schwere, langanhaltende Dürre in Kenia hat das Leben der Einwohner*innen und Hirt*innen zunehmend erschwert. Besonders betroffen sind die Bezirke West Pokot und Turkana. Unterdurchschnittliche Niederschläge in vier aufeinanderfolgenden Jahren haben zum Versiegen primärer Wasserquellen wie Wasserwannen und flacher Brunnen geführt. Haushalte, die für die Versorgung ihrer Viehbestände auf diese Quellen angewiesen sind, stehen vor großen Herausforderungen. Die Schwierigkeiten, die Tiere als ihre wichtigsten Produktionsmittel zu erhalten, wirkt sich nicht nur auf ihr Einkommen, sondern auch auf die Ernährungssicherheit aus.

Von langanhaltender Dürre ausgetrockneter Boden.

Unsere Maßnahmen

Bargeldtransfers zur Sicherung der Versorgung

Mit finanzieller Unterstützung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen stellte Tierärzte ohne Grenzen e. V. 2.000 bedürftigen Haushalten in West Pokot zwei Monate lang 99 USD zum Kauf von Grundnahrungsmitteln zur Verfügung.

Behandlung von Nutztieren

Außerdem wurden Viehfutter und Impfungen gegen die ansteckende Ziegenpleuropneumonie (CCPP) sowie die Rotlaufseuche (Lumpy Skin Disease; LSD) bereitgestellt. Diese Maßnahmen waren notwendig, um die Gesundheit und Produktivität der Viehbestände als wichtigste Lebensgrundlage dieser Gemeinschaften sicherzustellen und vor den verheerenden Auswirkungen der Dürre zu schützen. Mit Erfolg: Mehrere Haushalte berichteten, dass sich die Milchproduktion und die Körperkondition der laktierenden Tiere, die das Zusatzfutter erhielten, verbesserten.

Versorgung mit Fleischerzeugnissen

Im Bezirk Turkana unterstützte das Projekt bedürftige Haushalte mit zusätzlichem Viehfutter, Impfungen und veterinärmedizinischen Behandlungen. Um die Auswirkungen der sich verschärfenden Ernährungsunsicherheit und der steigenden Unterernährungsraten, insbesondere bei Kindern und älteren Menschen, zu verringern, führte Tierärzte ohne Grenzen e. V. eine Schlacht- und Entnahmeaktion durch. Dank dieser Maßnahme konnte Tierärzte ohne Grenzen e. V. vier Wochen lang Vieh kaufen, inspizieren, schlachten und Fleischerzeugnisse zum Verzehr an extrem bedürftige Haushalte verteilen.