Tierärzte ohne Grenzen X IFAW zum One Health Day 2026
Am 3. November, dem internationalen One Health Day, bringen Tierärzte ohne Grenzen und der IFAW Expert*innen aus Arten- und Naturschutz, Wissenschaft und Politik zusammen, um über eines der drängendsten Themen unserer Zeit zu diskutieren:
Wie können pastorale Lebensweisen, Landwirtschaft generell und der Schutz von Wildtieren auch unter dem Druck der weltweiten Klimakrise miteinander bestehen?
© IFAW
Tierärzte ohne Grenzen und der IFAW kommen zum diesjährigen One Health Day am 3. November zusammen.
Unter dem Titel „One Health and Coexistence under Pressure“ widmen wir uns der kritischen Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von Klimawandel und Konflikten auf das fragile Zusammenspiel von Umwelt, Tieren und Menschen – und der Rolle des One Health-Ansatzes inmitten dieser komplexen Realitäten.
Im Rahmen des International Year of Rangelands and Pastoralists der Vereinten Nationen steht 2026 die Zukunft pastoraler Landschaften im Mittelpunkt. Diese Regionen sind Heimat einzigartiger Wildtierpopulationen und gleichzeitig Lebensgrundlage für Millionen von Menschen weltweit. Doch zunehmende Dürren, Landnutzungsdruck und die Auswirkungen der Klimakrise setzen dieses empfindliche Gleichgewicht immer stärker unter Druck.
Der One-Health-Ansatz macht deutlich: Die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt ist untrennbar miteinander verbunden. Nachhaltige Lösungen können deshalb nur entstehen, wenn diese Zusammenhänge gemeinsam betrachtet werden.
Warum dieses Thema wichtig ist
Natürliche Lebensräume verändern sich, Ressourcen werden knapper und die Auswirkungen extremer Wetterereignisse nehmen zu. Das hat Auswirkungen auf Menschen, Nutz- und Wildtiere.
Gleichzeitig spielen diese Landschaften eine entscheidende Rolle für Biodiversität, Klimaresilienz und Ernährungssicherheit. Die Frage ist daher nicht nur, wie Mensch und Wildtier koexistieren können, sondern wie eine Zukunft gestaltet werden kann, in der beide langfristig profitieren.
One Health bietet hierfür einen wichtigen Rahmen. Der Ansatz verbindet Arten- und Naturschutz, Tiergesundheit, öffentliche Gesundheit und nachhaltige Entwicklung und schafft die Grundlage für widerstandsfähigere sozioökologische Systeme.
Im Fokus: Coexistence under Pressure
Die Veranstaltung widmet sich drei zentralen Fragestellungen:
- Wie lassen sich der Schutz wildlebender Tiere und die Erhaltung ihrer Lebensräume mit globalen Weidepraktiken und pastoraler Lebensgrundlage in den Einklang bringen?
- Wie können sich pastorale Gemeinschaften, globale Weide- und Viehwirtschaft und Ökosysteme an den Klimawandel und zunehmende Umweltrisiken anpassen?
- Welche politischen Steuerungsrahmen und Maßnahmen unterstützen – oder gefährden – das sozial-ökologische System zwischen Weidewirtschaft, Wildtieren und Ökosystemen?
Gemeinsam werden unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt und konkrete Lösungsansätze beleuchtet.
Stimmen aus Naturschutz, Wissenschaft und Praxis
Zum One Health Day diskutieren Expert*innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen über die Chancen und Herausforderungen nachhaltiger Koexistenz in pastoralen Landschaften.
Mit dabei sind unter anderem:
- Dr. Kim Grützmacher, Bundesamt für Naturschutz (BfN)
- Rufo Roba Compagnone, Deutsches Institut für Tropische und Subtropische Landwirtschaft (DITSL)
- Ben Wandago, IFAW Kenia
Gemeinsam mit weiteren Teilnehmenden aus Wissenschaft, Politik sowie Tier- und Artenschutz entsteht ein interdisziplinärer Dialog über die Zukunft von Mensch, Tier und Natur in einer sich wandelnden Welt.
Hier amelden und am 3. November dabei sein!