Ernährungskrise in Ostafrika

06.08.2021

Die Pandemie hat uns alle schwer getroffen und unser aller Leben auf den Kopf gestellt. Doch haben Sie in all dieser Zeit viel von der Lage auf dem afrikanischen Kontinenten gehört?

In Ostafrika kämpfen Millionen von Menschen seit Monaten um das schiere Überleben. Denn neben COVID-19, kaum belastbaren Gesundheitssystemen und den Herausforderungen, die bereits vor der Pandemie zum Alltag gehörten, werden die Folgen des Klimawandels immer verheerender, nicht zu vergessen die Wirtschaftskrisen und anhaltende Konflikte. All diese Umstände sorgen dafür, dass das Einkommen von Millionen von Menschen in den letzten Monaten weggebrochen ist und sie ihre Familien nicht mehr ernähren  können.

Über die Hälfte unserer Projekte sind sogenannte Nothilfeprojekte. Dabei geht es oft ganz wesentlich darum, Hunger zu bekämpfen oder zu verhindern. Das Wichtigste ist hierbei, zunächst für ein sicheres Einkommen zu sorgen. Für pastorale Gemeinschaften sind das vor allem ihre Tiere, mit denen sie handeln und deren Erträge sie auf dem Markt verkaufen. So kümmern wir uns z.B. darum, dass ihre Tiere gesund bleiben und befähigen sie darin sowohl die Vieh-, als auch die Landwirtschaft resilienter gegenüber den extremer  werdenden Einflüssen des Klimas zu gestalten. Somit sind sie unabhängiger und können auch während schwieriger Krisen ihre Familien ernähren.

Warme Mahlzeit für 13.000 Schüler:innen im Südsudan

Laut UNICEF weiß fast die Hälfte der Bevölkerung im Südsudan nicht, wann sie ihre nächste Mahlzeit zu sich nehmen kann.

Um vor allem die Jüngsten der Gesellschaft in ihrer Entwicklung zu unterstützen, haben wir ein Schulernährungsprogramm ins Leben gerufen. So erhalten mehr als 13.000 Kinder in 47 Schulen täglich eine warme Mahlzeit – eine Mahlzeit weniger, um die sich Familien sorgen müssen.

Die  Ernährungssicherheit ist keine  Herausforderung, die für sich alleine steht. Deshalb arbeiten wir hier eng mit lokalen Landwirt:innen zusammen und beziehen die Lebensmittel  für die Mahlzeiten direkt aus der Region.

Damit die Schulen das Projekt selbstständig und nachhaltig weiterführen können, spielt auch in diesem Projekt die Bildung eine grundlegende Rolle. Bis jetzt haben bereits 639 Schulkinder, Lehrkräfte und Köch:innen an wichtigen Schulungen über Lebensmittelhygiene und -sicherheit teilnehmen können. Das unterstützt nicht nur das Projekt in den Schulen selbst, sondern dient auch als wichtiges Sprachrohr, um ihr erlerntes Wissen an ihre Familien und Freunde weiterzugeben.

Mit Ihrer Spende können wir Projekte, wie dieses durchführen und auch auf weitere Regionen ausweiten. Nur gemeinsam schaffen wir das – denn kein Mensch sollte hungern müssen!

 

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