Gesunde Weiden für unsere Zukunft!

Das Internationale Jahr der Weidelandschaften und des Pastoralismus der Vereinten Nationen ist ein starkes Signal – denn Weidelandschaften bedecken große Teile unseres Planeten, speichern enorme Mengen Kohlenstoff und sichern weltweit Ernährung, Biodiversität und Wasserkreisläufe.

Doch viele dieser Landschaften sind bedroht.

Warum Weidelandschaften uns alle betreffen

Wenn Böden degradieren, verlieren sie ihre Fähigkeit, Wasser zu speichern, CO₂ zu binden und fruchtbares Weideland für Mensch und Tier zu tragen. Das verschärft die Klimakrise, schwächt Ökosysteme und destabilisiert globale Ernährungssysteme.

Besonders betroffen sind über 200 Millionen Pastoralist*innen weltweit. Seit Jahrhunderten bewirtschaften sie Savannen, Steppen und Trockengebiete – Regionen, die für Ackerbau oft ungeeignet sind. Pastoralismus ist dabei keine „einfache“ Art der Tierhaltung, sondern ein hoch angepasstes, über Generationen entwickeltes System nachhaltiger Landnutzung.

Durch saisonale Wanderungen, angepasstes Herdenmanagement und tiefes ökologisches Wissen sorgen mobile Hirtengemeinschaften dafür, dass sich Vegetation regenerieren kann, sich Nährstoffkreisläufe stabil und Böden fruchtbar bleiben. Wo Pastoralismus funktioniert, regenerieren sich Landschaften – selbst unter extremen klimatischen Bedingungen.

Pastoralist*innen sind damit zentrale Akteur*innen für Klimaresilienz, Biodiversität und Ernährungssicherheit. Pastoralismus sichert dabei nicht nur die Lebensgrundlagen der Hirt*innen selbst. In vielen Regionen Ostafrikas stammt ein erheblicher Teil der tierischen Lebensmittel in Städten aus pastoraler Produktion. Milch, Fleisch und weitere Produkte versorgen so Millionen Menschen weit über die Weidegebiete hinaus.

Doch vielerorts werden Pastoralist*innen in politischen Entscheidungen übergangen, ihre Mobilitätsrechte eingeschränkt und ihre Rolle für Klimaresilienz völlig unterschätzt.

Wenn wir jetzt nicht handeln und sie unterstützen, verschärfen sich Armut, Landkonflikte und die Auswirkungen der Klimakrise weiter.

Pastoralist mit Hirtenstock steht vor seinen Tieren.
Pastoralist*innen, wie in den Tieflandregionen Äthiopiens, sind stark von Dürre betroffen. Der Schutz ihrer Nutztiere ist zentral für Ernährungssicherheit und Lebensgrundlagen.

Das IYRP 2026: Mach mit

Das Internationale Jahr der Weidelandschaften und des Pastoralismus ist eine Chance, das zu ändern. Es schafft globale Aufmerksamkeit für ein Thema, das für uns seit Jahrzehnten Kern unserer Arbeit ist.

Gemeinsam mit dem Netzwerk von VSF International setzen wir uns dafür ein,

  • Weidelandschaften langfristig zu schützen,
  • die Rechte von Pastoralist*innen zu stärken,
  • und in gemeinschaftsgetragene Tiergesundheits- und One-Health-Angebote zu investieren.

Dazu haben wir ein Manifest veröffentlicht – als gemeinsamer Appell an Politik, Institutionen und Gesellschaft.

Setze ein Zeichen

Mit deiner Unterschrift unterstützt du unsere Forderung nach gesunden Böden, starken Gemeinschaften und einer zukunftsfähigen Landnutzung.

Manifest lesen und unterzeichnen