Viele Viehhalter nutzen Produkte wie Milch und Fleisch nicht nur zur eigenen Ernährung und Versorgung ihrer Familien, sondern verdienen sich ihren Lebensunterhalt, indem sie Überschüsse auf dem Markt verkaufen. In Afrika findet der Verkauf häufig unter freiem Himmel statt. Die Bedingungen sind meist alles andere als hygienisch.

Das angebotene Fleisch liegt in der sengenden Sonne, ist Fliegen und Staub ausgesetzt. Zum Transport von Milch werden alte Plastikkanister verwendet, die zuvor Speiseöl, Chemikalien oder auch Motoröl beinhalteten. Solche Kanister sind schwer zu reinigen und für Lebensmittel generell ungeeignet. Darin transportierte Milch ist bakteriell stark verunreinigt. Das Wissen der Menschen über Milch- und Fleischhygiene ist oft unzureichend. Dadurch sind die Konsumenten der tierischen Produkte gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, denn verunreinigte und in Verderbnis übergehende Nahrungsmittel stellen ein deutliches Gesundheitsrisiko dar und haben keinen ernährungsphysiologischen Wert.

Durch unsere Aktivitäten zum Thema Lebensmittelhygiene möchten wir sicherstellen, dass Milch und Fleisch in einer guten Qualität angeboten werden und der Verzehr der Produkte für die Konsumenten gesundheitlich unbedenklich ist.

Diese Ziele sollen mit Hilfe von Tiergesundheitsmaßnahmen sowie Hygieneschulungen für Milch- und Fleischhändler erreicht werden: Die Gefahr einer Krankheitsübertragung vom Tier zum Menschen über den Verzehr von Milch- und Fleischprodukten soll durch vorbeugende Maßnahmen wie z.B. Wurmkuren und Impfungen gesenkt werden.

Die Tiergesundheitsmaßnahmen tragen darüber hinaus dazu bei, dass die Produktivität der Tiere steigt. So können die Viehhalter nicht nur mehr Milch und Fleisch verkaufen, sondern durch die verbesserte Qualität auch einen höheren Preis für ihre Ware erzielen. Die Ausbildung von Tiergesundheitshelfern und die Einführung von Veterinärapotheken stellen zudem sicher, dass die Tiergesundheit langfristig erhalten bleibt und damit die Lebensgrundlage der Menschen gesichert wird.