Informationsveranstaltung im Leibniz-Institut für Nutztierbiologie anlässlich einer Delegation aus Ostafrika

Im Rahmen der in Berlin stattfindenden ”First Joint International Conference of the Association of Institutions for Tropical Veterinary Medicine (AITVM) and the Society of Tropical Veterinary Medicine (STVM)” besucht am Dienstag, den 13. September 2016 eine Delegation von Mitarbeitern des gemeinnützigen Vereins “Tierärzte ohne Grenzen e.V.“ aus dem Regionalbüro Nairobi und umliegenden afrikanischen Ländern das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie in Dummerstorf.

Tierärzte ohne Grenzen e.V. ist seit 1998 in Ostafrika aktiv und unterstützt Menschen, deren Lebensgrundlage von der Tierhaltung abhängt mit Projekten, die den Menschen die notwendigen Grundlagen für ein gesichertes Leben schaffen können. Dabei reichen die Aktivitäten von Ausbildung in Tiergesundheit, Tierhaltung und Landwirtschaft bis zu Projekten zur Gesundheitsvorsorge und dem Marketing landwirtschaftlicher Produkte. Durch die Arbeit in konfliktbeladenen Gebieten erfordert die Projektarbeit auch immer wieder die Etablierung konfliktlösender Maßnahmen.

In einer zunehmend globalisierten Welt sind auch die Zusammenhänge und Einsatzmöglichkeiten der unterschiedlichen Formen der Tierhaltung immer wichtiger. Während in Europa intensive als auch alternative extensive Tierhaltungsformen in einem diversifizierten Markt existieren, deren Zukunftsfähigkeit im Leibniz-Institut für Nutztierbiologie unter besonderer Beachtung ökologischer, ökonomischer und ethischer Nachhaltigkeitsbedingungen erforscht wird, spielen weltweit gesehen zunehmend Standort-angepasste Low-Input-Systeme eine wichtige Rolle. In den semiariden Gebieten südlich der Sahara z.B. ist keine andere Form der Tierhaltung als der traditionelle Pastoralismus (Naturweidewirtschaft) nachhaltig möglich.

Auf wissenschaftlicher Ebene ist Tierärzte ohne Grenzen e.V. die wichtigste deutsche Organisation, die mit Pastoralisten/Nomaden arbeitet. Von dieser Kooperation nutznießen z.B die Freie Universität Berlin oder das International Livestock Research Institute in Nairobi seit vielen Jahren.

Wir laden Sie als Pressevertreter ein, an diesem Treffen teilzunehmen und mit den deutschen und afrikanischen Kollegen ins Gespräch zu kommen. Dieses Treffen soll einem ersten Erfahrungs- und Ideenaustausch dienen.

Um 14 Uhr berichtet der Tinega Ongondi (Country Director South Sudan) im Hörsaal des Tagungszentrums des FBN unter dem Thema „Livestock and Conflicts in South Sudan“ von den Lebensverhältnissen im Südsudan, der nach Jahrzehnten des Bürgerkrieges mit der Unabhängig im Jahre 2011 endlich Ruhe finden sollte. Tinega Ongondi berichtet anhand der eigenen Arbeit über das Leben der Viehhalter und ihre Konflikte sowie die Möglichkeiten, diese gemeinsam mit Organisationen wie Tierärzte ohne Grenzen e.V. zu reduzieren.

 

Herausgeber:

Tierärzte ohne Grenzen
Ansprechpartnerin: Judith Freund
Tel.: 030 280 447 37
E-Mail: judith.freund@togev.de