Welternährungstag 2017: „Wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln"

Die aktuellen Zahlen sind erschreckend: Erneut leiden mehr Menschen weltweit an Hunger als im Jahr zuvor. Nach Angaben der Welternährungsorganisation scheint sich damit ein schlechter Trend zu etablieren. Die Zahl der Hungernden ist von 777 Millionen auf 815 Millionen gestiegen. Es wird damit immer unwahrscheinlicher, das große Ziel zu erreichen, das sich die Weltgemeinschaft gegeben hat. Wie soll so bis 2030 „Eine Welt ohne Hunger“ erreicht werden?

Allein in den Projektländern, in denen Tierärzte ohne Grenzen operiert, sieht die Ernährungssituation erschreckend aus. Im Südsudan leben derzeit sechs Millionen Menschen in einer Ernährungskrise, in Somalia sind es 3,2 Millionen und im Sudan 3,5 Millionen. In Äthiopien sind 8,5 Millionen Menschen auf Lebensmittelhilfe angewiesen, in Kenia 3,4 Millionen (aktuelle Zahlen des World Food Program).

 

Dabei produzieren die Landwirte weltweit ausreichend Lebensmittel, um die Menschheit zu ernähren. Bewaffnete Konflikte machen es der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten jedoch schwer, an Nahrungsmittel heranzukommen: Die Menschen können weder selbst Ackerbau oder Viehzucht in ausreichendem Maß betreiben, noch können sie ausreichend Einkommen erwirtschaften, um sich fehlende Lebensmittel anderswo einzukaufen. Oder die schlechte Sicherheitslage macht die Lieferung von Nahrungsmitteln, den praktischen Zugang, unmöglich.

 

Außerdem machen es zunehmende extreme Wetterereignisse - Stichwort El Niño und El Niña - den Menschen sehr schwer, auf hergebrachte Weise die erhofften Ernten einzufahren bzw. von ihren Tieren Milch und Fleisch zu erhalten. Gleichzeitig fehlt auch hier häufig Einkommen, um durch Zukäufe ein Überleben ohne Hunger zu sichern.

 

Tierärzte ohne Grenzen ist seit über 25 Jahren mit diesen Herausforderungen in der täglichen Arbeit befasst. Wir haben unsere Unterstützungsvorhaben passgenau auf diese großen Themenfelder zugeschnitten:

 

Ernährungssicherheit durch

•    direkte Nahrungsmittellieferungen in Nothilfekontexten

•    Schaffung von alternativen Einkommensmöglichkeiten durch Mikrokredite, Trainings etc.

•    Tiergesundheitsmaßnahmen

•    Mechanismen zur zivilen Konfliktbeilegung

•    Stärkung der Resilienz

•    Diversifizierung der Nahrungsmittelproduktion

•    Haltbarmachung, Veredelung von Lebensmitteln

 

 

Um unsere Projekte fortführen zu können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Tun Sie etwas gegen den Hunger in Ostafrika und denken Sie bei der nächsten Suche nach einem passenden Geschenk an unser Angebot der Geschenkspende: Für 30 Euro können Sie zum Beispiel symbolisch eine Ziege verschenken, die zur direkten Ernährungssicherung beiträgt!