Stärkung der Investitionen Ugandas in die Entwicklung der Nutztiere

#BuildUganda ist ein Forschungsprojekt für Entwicklungszusammenarbeit zur Verhütung und Bekämpfung von Tierkrankheiten und Zoonosen in Uganda. Unter der Leitung des Ministry of Agriculture, Animal Industry and Fisheries (MAAIF) und dem International Livestock Research Institute (ILRI) werden nationale und internationale Forschungs- und Entwicklungspartner aus Uganda, Kenia und Deutschland mobilisiert. Das Fünfjahresprogramm wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und den CGIAR-Forschungsprogrammen zur Tierhaltung und zur Landwirtschaft für Ernährung und Gesundheit (A4NH) gefördert.

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Politische Entscheidungsträger, Forscher und Wissenschaftler, Geldgeber, die Zivilgesellschaft sowie Vertreter der Regierung und des Privatsektors aus Uganda, Kenia und Deutschland trafen sich, um die Investitionen in die Viehzucht Ugandas zu fördern. Das Erreichen dieser Ziele - gesündere Tiere und gesündere Menschen - ist die Intension des Programms #BuildUganda, das die Investitionen Ugandas in die Viehzucht fördert.

Etwa 70% aller ugandischen Haushalte halten viel Vieh - Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen oder Geflügel - und verkaufen es meist an lokale Märkte. Das Leben dieser Tiere ist durch eine Vielzahl von Krankheitserregern bedroht. Die Tierverluste durch Krankheiten bedrohen dann die Lebensgrundlage ihrer Besitzer und Halter. Einige dieser Krankheiten werden von Tieren auf den Menschen übertragen, die sogenannten Zoonosen. Diese Krankheiten gefährden die Gesundheit der Menschen und Produzenten, die mit Lebensmitteln aus tierischen Quellen umgehen und diese konsumieren. Die Gesunderhaltung der Tiere durch genaue Krankheitsvorhersage, Prävention und Behandlung sowie die Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit während des Umgangs und der Verarbeitung führt zu produktiveren Tieren sowie gesünderen Ernährungsgewohnheiten und einer verbesserten Lebensgrundlage für die Menschen.

#BuildUganda wurde im Namen der Ehrenwerten Joy Kabatsi, Staatsministerin für Tierindustrie im ugandischen Ministerium für Landwirtschaft, Tierindustrie und Fischerei (MAAIF), Rose Ademun, Kommissarin für Tierproduktion (MAAIF), ins Leben gerufen. Dieter Schillinger, stellvertretender Generaldirektor für Forschung und Entwicklung der Biowissenschaften, sagte: "Ich freue mich sehr, dass die Bundesregierung über das BMZ die ugandische Regierung bei der Verbesserung der Tiergesundheitsstrategien im Land unterstützt. Uganda war ein Schwerpunktland des deutschen Ministeriums und ist ein Modell für den Versuch, Krankheitsausbrüche zu bekämpfen sowie die Lebensmittelsicherheit, Ernährung und den Handel in der Region zu verbessern". Das Programm konzentriert sich auf vier kritische Bereiche der ugandischen Viehzucht. Diese sind derzeit Teil nationaler Aktionspläne und eng mit den internationalen Bemühungen der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) abgestimmt:

  • Kontrolle der antimikrobiellen Resistenzen (AMR) von Geflügel
  • Ausrottung der Schaf- und Ziegenpest - Pest der kleinen Wiederkäuer (PPR)
  • Kontrolle des Rift Valley Fiebers (RVF), das sowohl den Menschen, wie auch die Tiere betrifft.
  • Verbesserungen der veterinärmedizinischen Gesundheit bei der Schlachtung, Verarbeitung und dem Verkauf von Tieren.

Kristina Roesel, die Programmkoordinatorin von #BuildUganda, sagte: "Ich freue mich sehr, dass wir dieses Programm so eng mit der nationalen Entwicklungsagenda für Nutztiere in Uganda abstimmen und dazu beitragen können, das Leben und die Lebensgrundlage der Ugander durch gesündere Tiere und ihre Produkte zu verändern".

 

Quelle: ILRI