Kongress für globale Gesundheit - Deutschland ist sehr gefragt

Am 8. Mai hatte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion die Global Health Community in den Deutschen Bundestag eingeladen.

(links) Prof. Dr. Clarissa Prazeres da Costa vom Center for Global Health der TU München, Christian Griebenow, Tierärzte ohne Grenzen e.V. (rechts)

Im CDU/CSU-Fraktionssitzungssaal wurde über eine "Stärkung der globalen Gesundheit - Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele" diskutiert. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eröffnete die Konferenz und betonte "Gesundheit ist eine gemeinsame Aufgabe, sowohl auf nationaler als auch auf globaler Ebene. Es gibt unzählige Wechselwirkungen mit anderen Nachhaltigkeitszielen."

Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, erinnerte an die weltweiten Gesundheitsrisiken, die zu bekämpfen sind. Auch Prof. Dr. Clarissa Prazeres da Costa vom Center for Global Health der TU München betonte die Bedeutung der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit, insbesondere den One-Health-Ansatz.

Unser Geschäftsführer Christian Griebenow fragte nach der Bedeutung des One-Health-Ansatzes im Kampf gegen übertragbare Krankheiten. Laut Aussage von Prof. Prazeres da Costa arbeiten die Wissenschaftler im Hochschulbereich nach dem One-Health-Ansatz. Jedoch ist es weiterhin wichtig, dieses Thema auszuweiten und auf andere Bereiche auszudehnen.

Dr. Gerd Müller berichtete zudem von den Bemühungen seines Ministeriums zu One Health und bat die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth weitere Ziele des Ministeriums darzulegen. Frau Flachsbarth erläuterte daraufhin die große Bedeutung von One Health im Kampf gegen antimikrobielle Resistenzen und Infektionskrankheiten, zu denen die meisten vernachlässigten Tropenkrankheiten zählen. Aber auch die zoonotische Tuberkulose und Brucellose gehören dazu. Diese Krankheiten, die Menschen und Tiere gleichermaßen infizieren können, rücken unter anderem durch die Folgen des Klimawandels näher an Europa heran. Deshalb sei es sehr wichtig, die Krankheiten an der Quelle zu bekämpfen und Gelder in die Forschung für die afrikanischen Ländern zu investieren. Von den Erkenntnissen aus der Forschung kann dann auch Europa profitieren. Die Entwicklungszusammenarbeit leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.