Konfliktpotential Pastoralismus?

Ein aktueller Artikel unserer Referentin Cornelia Heine in der Rural21 beleuchtet die vielschichtigen Verbindungen zwischen Pastoralismus und Konflikten, mit einem besonderen Augenmerk auf den Südsudan.

Somalia, Sudan, Südsudan - die meisten verbinden mit diesen Ländern Bilder von Krieg, Dürre, Elend. Dass dort die größten Kamel- und Rinderherden Afrikas leben, wissen dagegen die wenigsten.

Über 20 Millionen Menschen leben am Horn von Afrika als Wanderviehhalter - sogenannte Pastoralisten. Pastoralismus ist eine an das trockene, wüstenartige Klima ideal angepasste Form der Tierhaltung und hat sich in diesen Gegenden über Jahrhunderte bewährt.

Zunehmend ist diese traditionelle Lebensweise durch verschiedenste Entwicklungen wie Ressourcenknappheit, Verstädterung, Landverkäufe und Klimawandel gefährdet. Durch politische Marginalisierung und schlechte Erreichbarkeit gehören Pastoralisten zudem oft zu den Ärmsten der Bevölkerung.

Ferner kommt es seit einigen Jahren vermehrt zu bewaffneten Auseinandersetzungen in Ostafrika - und in der Sahelzone im Allgemeinen. Dass gerade die drei Länder mit den größten Rinder- und Kamelherden gleichzeitig auch jene mit seit Jahrzehnten anhaltenden Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen sind, mag kein Zufall sein.

Ein aktueller Artikel unserer Referentin Cornelia Heine in der Rural21 beleuchtet die vielschichtigen Verbindungen zwischen Pastoralismus und Konflikten, mit einem besonderen Augenmerk auf den Südsudan. Es ist hier nachzulesen.