Interview mit Addisalem Asrat Kebede - Koordinator für Viehzucht und Katastrophenvorsorge in Turmi, Äthiopien

Seit fast vier Jahren arbeitet Addisalem nun für TOGEV in Äthiopien als Koordinator für Nutztierhaltung und Katastrophenvorsorge im Rahmen des EU RESET-II-Projekts in South Omo. Er ist ausgebildeter Tiergesundheitstechniker mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund. Zuvor hat er in verschiedenen Funktionen für die äthiopische katholische Kirche, Save the Children Norwegen, FARM Africa und anderen Organisationen gearbeitet. Während seiner Zeit bei TOGEV hat Addisalem seine Verantwortung und Kompetenzen durch viel Praxiserfahrung und verschiedenen Schulungen erweitert.

Addisalem Asrat Kebede (Mitte) stellt unserer Referentin für Ohne Health, Antonia Braus (rechts) die Projektaktivitäten in der South Omo Region vor. Ebenfalls anwesend war der Landesdirektor für Äthiopien, Genene Regassa (links).© TOGEV

Was sind deine Hauptaufgaben in deiner jetzigen Position?

Ich leite das Projektteam und unterstütze die Mitarbeiter dabei, Projektaktivitäten effizient und kostengünstig durchzuführen. Ich koordiniere die Konsortialmitglieder und stelle Verbindungen zwischen den Vertretern der lokalen Regierung in den Projektgebieten und den begünstigten Gemeinden her. Zusätzlich verwalte ich die Projektbudgets und beaufsichtige Bedarfsanalysen sowie das Monitoring und die Evaluierung, um eine qualitativ hochwertige Umsetzung und Berichterstattung zu gewährleisten.

Welche Aspekte deines Jobs lassen dich jeden Morgen aufstehen?

Meine persönliche Motivation schöpfe ich hauptsächlich aus den Veränderungen, die ich in der Praxis sehe, den positiven Entwicklungen bei der Tiergesundheit und -produktivität, also der stetigen Verbesserung der Existenzgrundlage der Pastoralisten. Ich freue mich über den steigenden Beitrag von Nutztieren und deren tierischen Erzeugnissen für die Wirtschaft unseres Landes.

Wo siehst du dich in den nächsten 5 bis10 Jahren?

Im Moment fühle ich mich mit TOGEV verbunden, aber letztendlich würde ich in 5 bis10 Jahren gerne Eigentümer und Geschäftsführer meines eigenen Unternehmens sein.

Was war der beste Moment oder das schönste Erlebnis in deinem Projekt?

TOGEV wurde von der regionalen Regierung für den herausragenden Beitrag zur Verbesserung der Existenzgrundlagen pastoraler Gemeinden und deren sozioökonomische Transformation offiziell mit einer Urkunde, Medaille und Trophäe geehrt. 

Was sollte TOGEV zukünftig anders machen?

TOGEV sollte über länderspezifische Strategiepläne, eine diversifiziertere Geldgeberbasis und ein Projektportfolio mit mittel- bis längerfristigen Projekten verfügen. Es wäre auch wichtig, den Erfahrungsaustausch über mehr Besuche zwischen den Projektländern von TOGEV zu organisieren sowie in den Aufbau von Personalkapazitäten zu investieren. Ebenso sollten die Beschaffungsverfahren überprüft, aktualisiert und an den sich ständig ändernden operativen Kontext im Land angepasst werden, um die Effizienz der Programmverwaltung weiter verbessern zu können.

 

Vielen Dank für das Interview!