Föhrer Tierschutztage: Selbstlose Hilfe zur Selbsthilfe

Mitarbeiterin und Tierärztin Antonia Braus von Tierärzte ohne Grenzen e.V. stellt auf Föhr im Rahmen der Föhrer Tierschutztage Projekte des Vereins vor.

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Artikel von "Der Insel-Bote" vom 24.07.2017, Auto: ib

Den Auftakt der Föhrer Tierschutztage werteten am Ende alle Beteiligten als Erfolg. Die Tierärztin Antonia Braus stellte die Projektarbeit des gemeinnützigen Vereins Tierärzte ohne Grenzen an einigen Beispielen aus Ostafrika vor. Im Rahmen der vom Tierhuus und dem Robbenzentrum initiierten Veranstaltung werden über das Jahr verteilt Vertreter unterschiedlicher Organisationen aus ganz Deutschland zu den verschiedensten Tierschutz-Themen referieren.

Tierärzte ohne Grenzen unterstützt seit mehr als 25 Jahren Menschen in Ostafrika, deren Lebensgrundlage von der Landwirtschaft und Tierhaltung abhängt, damit ihre Lebensbedingungen aktiv verbessert werden. Die globalen Klimaveränderungen, das Bevölkerungswachstum und lokale Konflikte schränken die Möglichkeiten für die Landbevölkerung zunehmend ein. Vor diesem Hintergrund tragen die Projekte des Vereins dazu bei, dass natürliche Ressourcen des Lebensraumes nachhaltig genutzt und Konflikte gewaltfrei gelöst werden können, um so stabile Existenzen zu sichern.

In Somalia und Äthiopien versucht Tierärzte ohne Grenzen mit Tiernotfütterungen und dem Bau von Wasserauffangbecken die Ernährungsgrundlage der Bevölkerung zu sichern. In Kenia ist der Verein seit Jahren erfolgreich mit Impfkampagnen gegen Tollwut vor Ort. Momentan kämpfen die Menschen in den fünf Projektländern mit einer der schlimmsten Dürren seit 1984. Gerade deshalb war es den Organisatoren ein Anliegen, jetzt über die Arbeit des Vereins zu informieren.

Besonderes Interesse weckte das Projekt „Ziegen statt Waffen“ aus dem Südsudan, durch das ehemalige Kindersoldaten und ihre Familien mit einer kleinen Ziegen- oder Schafherde eine neue Einkommenssicherung und Lebensgrundlage bekommen. „Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig“, betonte Antonia Braus während ihrer Präsentation. „Tierärzte ohne Grenzen arbeitet fast ausschließlich mit lokalen Mitarbeitern und Tierärzten, die in den Regionen die Hilfe zur Selbsthilfe fördern.“

Der Kontakt zu der gemeinnützigen Organisation entstand durch die langjährige Mitgliedschaft der Föhrer Tierärztin Janine Bahr und der derzeit laufenden Aktion „Hoffnungslicht von Föhr“ für Hungernde. Eine Aktion, die Bahr gemeinsam mit ihrer Nichte Lefke Krüger im vergangenen Jahr reaktiviert hatte und in deren Rahmen mit dem Verkauf von Kerzen Spenden für die Projekte von Tierärzte ohne Grenzen gesammelt werden.

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