Studie stellt Emissionsberchnungen von pastoraler Tierhaltung infrage

Die Debatte, wie viel Emissionen von Wiederkäuern in Afrika zu den globalen Treibhausgasen beitragen, ist seit jeher umstritten. Nun erregt eine neue Studie Aufsehen.

Kritiker haben schon früher die Berechnungen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in Frage gestellt. Es sei unmoralisch, Emissionen von Tieren, die dem direkten Überleben der Menschen dienen, mit denen von Tieren aus der Massentierhaltung zu vergleichen.

Nun hat eine neue Studie erneut für Aufsehen gesorgt: Wissenschaftler des International Livestock Research Institutes (ILRI) in Nairobi/Kenia haben heraus gefunden, dass Schätzungen des IPCC, was die Emissionshöhe von Methan und Stickstoffoxid betrifft, um ein vielfaches zu hoch liegen könnte. Die Studie ist deshalb bedeutsam, weil über 65 % der afrikanischen Bevölkerung in ihrem Lebensunterhalt direkt von der Tierhaltung abhängig sind.

Hauptgrund für die Inkonsistenz der Daten sei vor allem, dass Emissionswerte von mitteleuropäischen Rindern für die Hochrechnungen benutzt wurden - dabei sind diese für Tiere, die anders gefüttert werden und unter anderen klimatischen Bedingungen leben, sehr unterschiedlich.

Diese Erkenntnisse zeigen, dass weitere wissenschaftliche Studien nötig sind, um die lokalen Tierhaltungssysteme zu untersuchen und eine bessere Grundlage für die Berechnungen des IPCC bieten zu können.

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