Die vorstellbare Armut - Fotografien aus Uganda und dem Südsudan

Die Ausstellung von unserem langjährigen Tierärzte ohne Grenzen Vorstandsmitglied Dr. Olaf Bellmann zeigt Fotografien aus dem Leben der halbnomadisch lebenden Toposa im Südsudan und der Landbevölkerung aus der Region Masaka in Uganda. Bellmann hat in den letzten 25 Jahren zahlreiche Reisen nach Afrika unternommen und ist sehr vertraut mit der afrikanischen Lebensweise in verschiedenen Gegenden des Kontinents.

Dr. Olaf Bellmann ist seit Jahren bemüht, sein umfangreiches Wissen aus den verschiedenen Projektarbeiten weiterzugeben und die breite Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen. Die Ausstellung „Die vorstellbare Armut“ entstand 2007 im Rahmen des Bildungsprojektes von Tierärzte ohne Grenzen e.V. „Wozu braucht der Mensch das Tier?“. Sie wurde schon an mehreren Standorten gezeigt, unter anderem im Schweriner Landtag und auf dem diesjährigen bpt-Kongress.

Über die Ausstellung sagt Bellmann: „Bilder beeindrucken. Durch sie können Menschen mit Themen erreicht werden, denen sie sonst keine Beachtung schenken“. Mit seinen Bildern, auf denen zum Beispiel Großeltern zu sehen sind, die ihre Enkel großziehen, weil die Eltern an AIDS gestorben sind, oder Kinder, die auf die Tiere der Familie aufpassen müssen, statt zur Schule zu gehen. Bellmanns Bilder machen die Armut Afrikas deutlich, zeigen jedoch auch eine Friedfertigkeit mit denen die Menschen ihren Alltag meistern.

Die Toposa sind Halbnomaden, die im Südsudan leben und ihre Existenz auf der Nutztierhaltung basieren. Das Überleben der Familie ist nur gesichert, wenn die Rinder, Schafe und Ziegen gesund sind. In ihrem Leben dreht sich demzufolge alles um die Tiere und deren Wohlergehen. Die Jungen hüten die Rinder auf der Weide, wobei die Frauen u.a. mit dem Melken und dem Häuserbau beauftragt sind.

Auch die Bewohner der Region um die Stadt Masaka am westlichen Ufer des Victoria-Sees in Uganda sichern ihre Existenz durch die Tierhaltung. Jede Familie besitzt ein paar Tiere (Rinder und/oder Ziegen, die meisten haben Hühner): die Produkte sind essentiell für die Ernährung der Familie, durch den Erlös des Überschusses können die Kinder zur Schule gehen. In dieser Region sind unzählige Kinder durch die Krankheit AIDS verwaist. AIDS ist sehr weit verbreitet und viele Menschen fallen ihr weiterhin zum Opfer.

In der Broschüre zur Ausstellung erfahren Sie noch mehr über die Lebensweise und Gewohnheiten der beiden Stämme. Bei Interesse an der Ausstellung können Sie Olaf Bellmann über seine Homepage kontaktieren.