Das Recht auf Nahrung soll kein Glücksspiel sein!

Die Kampagne 2012 des Aktionsbündnisses „Deine Stimme gegen Armut“ mit dem Thema „Recht auf Nahrung“ erreichte am Freitag, den 22. Februar 2013 mit der Überreichung von 14.042 Stimmen an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner ihren letzten Höhepunkt.

VENRO-Kampagnenleiterin Anke Scheid (rechts) überreichte gemeinsam mit zahlreichen Bündnisvertretern die Unterschriften an Ilse Aigner. Auf dem Glücksrad neben der Ministerin sind die Logos aller teilnehmenden Organisationen zu sehen - auch das von Tierärzte ohne Grenzen.

Tierärzte ohne Grenzen e.V. unterstützte diese Kampagne mit vielfältigen Aktionen. Auch wir sind der Meinung, dass die Verankerung des Rechts auf Nahrung in den Gesetzen notwendig ist, denn es gibt einige Beispiele, bei denen sich die EU-Agrarpolitik derzeit negativ auf die Ernährungssituation im globalen Süden auswirkt: Armut und Hunger entstehen dort auch, weil die EU gezielt die Lebensmittelpreise auf den regionalen und lokalen Märkten armer Länder unterbietet. Dadurch werden in Entwicklungsländern die Bäuerinnen und Bauern ihrer Lebensgrundlage beraubt und können sich nicht mehr selbst ernähren – ihr Recht auf Nahrung wird verletzt. Die Stimmenübergabe erfolgt zur rechten Zeit, da im Moment die Weichen für die Zukunft der EU-Agrarpolitik nach 2014 gestellt werden. (KR)