COVID-19: Was bedeutet das Virus für unsere Arbeit?

Wohl kaum jemand hätte sich die Situation, in der wir uns heute befinden, vor ein paar Wochen vorstellen können - eine Pandemie, die das Leben in weiten Teilen unserer Erde auf den Kopf gestellt hat. Tierärzte ohne Grenzen e.V. hat sich auf die Krise eingestellt. Unser Berliner Büro arbeitet nun im Homeoffice und gibt alles, um unsere Arbeit am Horn von Afrika aufrechtzuerhalten, weil vor allem in Zeiten wie diesen unsere Hilfe enorm wichtig ist, um Tier und Mensch am Leben zu erhalten.

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Wir stehen vor großen Herausforderungen, denn als gemeinnützige Organisationen sind wir ganz besonders auf Hilfe angewiesen, um weiterhin angemessen und flexibel agieren zu können. Gerade jetzt ist die Unterstützung durch Spendengelder besonders wichtig, denn nur so können wir unsere Strukturen bewahren und auch in Zukunft das Leben der Menschen und das ihrer Tiere am Horn von Afrika verbessern.

 Wie ist Tierärzte ohne Grenzen e.V. in der Coronakrise aufgestellt?

 In dieser Ausnahmesituation treten bei uns Strukturen zum Krisenmanagement in Kraft. So wurden bereits in all unseren Einsatzländern Task Forces gebildet und länderspezifische Maßnahmen beschlossen. Die Entscheidung, die Mitarbeitenden der Länderbüros ins Homeoffice zu schicken, treffen diese je nach aktueller Situation eigenständig. Neben den Länder-Task Forces werden die im Rahmen der Krise aktivierten Strukturen und Maßnahmen von unserem Regional Office in Nairobi, Kenia sowie unserem Managing Direktor Christian Griebenow kontinuierlich überprüft und angepasst.

Hat das Coronavirus einen Einfluss auf unsere Projekte?

 Eine Krise mit dem Ausmaß des Coronavirus haben wir wohl alle nicht vorhersehen können. Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch nicht alle Auswirkungen absehbar, jedoch ist klar, dass all unsere Projekte von der Krise betroffen sein werden. Die Konsequenzen variieren von Land zu Land. Im Moment wird geprüft, welche Aktivitäten wir weiterhin fortsetzen können und welche wir den Umständen geschuldet demnächst vorübergehend einstellen müssen. Da es sich hier um eine besonders dynamische Situation handelt, ist unsere Arbeit äußerst abhängig von den Entscheidungen der Regierungen unserer Einsatzländer, die auf unterschiedliche Weise unseren Handlungsspielraum sowie unsere Mobilität einschränken.

Außerdem überlegt das Team nun, was Tierärzte ohne Grenzen e.V. unternehmen kann, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern – oder wenigstens zu verlangsamen. Einige unserer Geber haben uns zusätzliche Mittel angeboten, andere erlauben die Umwidmung bereits genehmigter Mittel. Die Planung dieser potentiellen Interventionen geschieht hierbei stets mit Bedacht auf die Sicherheit und den Schutz unserer Mitarbeitenden und der Bevölkerung.

Wie beabsichtigen wir, die humanitäre Hilfe weiterhin aufrecht zu erhalten?

Wir versuchen, so lange wie möglich aktiv zu bleiben, ohne unsere Mitarbeitenden zu stark zu gefährden. Um den Bewegungsradius unserer Mitarbeitenden möglichst gering zu halten, wird vieles über Telefon, Email und andere Kommunikationskanäle koordiniert und noch stärker auf lokale Partner gebaut, die vor Ort sind und mit denen wir bereits zusammenarbeiten.

 

Unsere Arbeit am Horn von Afrika in Zeiten der Coronakrise aufrecht zu erhalten, stellt eine große Herausforderung für uns alle dar. Deshalb bitten wir um Ihre Solidarität, um Ihre Unterstützung und Ihr offenes Ohr – denn nur gemeinsam können wir die Menschen in unseren Projektländern unterstützen, Länder, die es noch viel unvorbereiteter trifft, als wir es uns in Deutschland auch nur ansatzweise vorstellen können.

 Wir danken Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Unterstützung!