Sudan

Nahrungsmittelsoforthilfe & Lebensunterhaltshilfe für Binnenvertriebene & mittellose, gefährdete Gastgemeinden

Regionen: Nord-, Zentral- und Ost-Darfur, Südkordofan

Das El Niño-Phänomen und seine Auswirkungen auf Nord-Darfur im Jahr 2015 und Südkordofan im Jahr 2011, der langwierige Konflikt in Zentral-Darfur, wie auch der Konflikt zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen in Ost-Darfur, trugen alle zu einer massiven Vertreibung von Menschen, Ernährungsunsicherheit und Mangel an Grunddienstleistungen bei.

Dank finanzieller Unterstützung vom Sudan Humanitarian Funds (SHF), waren Tierärzte ohne Grenzen und weitere 12 internationale und örtliche Nichtregierungsorganisationen im Verbund für Nahrungssicherheit und Einkommenserwerb („Food Security and Livelihood Cluster Sector“, kurz FSL) tätig. Das Projekt zielte auf die Verbesserung der Ernährungsgrundlage und -sicherheit von Binnenflüchtlingen, Rückkehrenden und gefährdeten Gastgemeinden in Darfur und Südkordofan ab.

 

Zusammen mit Partnern hat Tierärzte ohne Grenzen 220 Tonnen Saatgut (Hirse und Erdnuss), 3,5 Tonnen Gemüsesaatgut (Okra, Tomaten, Wassermelonen) und 42.000 landwirtschaftliche Geräte an insgesamt 24.000 bäuerliche Haushalte zur Verfügung gestellt und sie zudem in Anbautechniken ausgebildet. Die Ausbildungskurse dienten dazu, die Kenntnisse der Landwirte zu verbessern und verbesserte Anbaupraktiken zur Erzielung höherer Erträge zu vermitteln. Dank des Trainings können die geförderten bäuerlichen Haushalte nun ausreichend Lebensmittel für den eigenen Bedarf herstellen und dank des Gemüseanbaus auch eine ausgewogenere Ernährung sicherstellen.

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ERFOLGREICHER EINSATZ

Tierärzte ohne Grenzen hat gemeinsam mit Partnern 600.000 Tiere von 24.000 Besitzern geimpft und weitere 264.000 Tiere behandelt. Damit wurde die Produktivität der Tiere gestärkt und die Zahl der Ausfälle gesenkt.

Im Rahmen des Projektes wurden 170 Tiergesundheitshelfer ausgebildet und mit einer Grundausstattung ausgerüstet, um die Behandlung von Tieren und die Meldung von ansteckenden Erkrankungen in abgelegenen Projektgebieten zu gewährleisten. 450 von Frauen geführte Haushalte in vier Zielregionen erhielten insgesamt 1.350 Ziegen, um ihre Ernährung zu verbessern und die Einkommenslage durch Milchverkauf zu stärken. Die Projektbegünstigten waren sehr dankbar, da die Ziegen der Nahrungssicherheit und dem Einkommenserwerb förderlich waren.