Fakten zum Projekt
Laufzeit: 07/2010 - 07/2013
Zuwendungsgeber: EDF, ToG
Land: Somalia
Themenbereich: Lebensmittelhygiene
Ihre Spende
5 € kostet eine Schöpfkelle für Milch oder eine Aluminiummilchkanne mit 5 Litern Fassungsvermögen.
Mit 10 € kann man zwei Kittel für Personal im Milchsammelzentrum kaufen oder eine Aluminiummilchkanne mit 10 Litern Fassungsvermögen.
20 € kostet die Entwurmung von 150 Schafen oder Ziegen oder 5 Kamelen.
50 € können ein Testset finanzieren, um Milch auf Bakterien, z.B. Mastitiserreger, zu testen.
500 € kostet der Bau eines Geräts zur Milchkühlung.
Abkürzung
EDF - European Development Fund
ToG - Tierärzte ohne Grenzen
SOM-MILK II
Förderung der Milchwirtschaft
Ziel unserer Arbeit
Das Projekt befindet sich jetzt in der zweiten Implementierungsphase (Phase I: 2006-2009; Phase II: 2010-2013).Die Verbesserung der Milchvermarktung ist dabei das Ziel. In der ersten Phase wurden 25 Milchsammelzentren in der Region gebaut, Personal für diese Zentren ausgebildet, mehr als 3.000 Milchkannen zum hygienischen Transport von Milch verteilt und Aufklärungsarbeit über Milchhygiene betrieben. Außerdem wurden Kontrollen zur Milchhygiene auf städtischen Märkten eingeführt.
Nun soll in der zweiten Projektphase in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden ein gesetzlicher Rahmen zur Milchkontrolle geschaffen werden. Aus etwaigen saisonalen Milchüberschüssen haltbare Produkte herzustellen, ist ebenfalls eines der Ziele. Unter anderem soll die Herstellung von Ghee erprobt werden, das in der traditionellen somalischen Küche verwendet wird. Alle Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, dass die Menschen in der Region sie nach Abschluss des Projekts selbständig weiterführen können.
Weil in Somalia hauptsächlich Frauen für den Verkauf von Milch zuständig sind, werden diese durch das Projekt auch besonders gefördert.
Aktivitäten und Ergebnisse
In den ersten Monaten der zweiten Projektphase wurden alle notwendigen Voraussetzungen für die Umsetzung der geplanten Aktivitäten geschaffen. Ein Jahr war seit dem Ende der ersten Projektphase vergangen, und die Arbeit musste wieder aufgenommen werden. Die Projektmitarbeiter wurden eingestellt und eingearbeitet, die ersten Workshops durchgeführt und ein Arbeitsplan für die kommenden Monate erstellt.
Stimmen aus dem Projekt
„Früher habe ich meine täglichen Einnahmen und Ausgaben nicht schriftlich festgehalten. Deshalb wusste ich nie, ob ich Gewinne oder Verluste mache. Sicher habe ich häufig Geld verloren, ohne es zu merken. In der Schulung über Milchhygiene und wirtschaftliche Grundlagen von Tierärzte ohne Grenzen habe ich viel gelernt. Jetzt bin ich in der Lage, meine Bücher ordentlich zu führen und weiß, wie ich Preise festlegen und den Prozentsatz des Profits kalkulieren kann. Dafür bin ich dankbar.“
Halima Hassan Abdi (Leiterin des Milchmarktes in Garowe)
„Durch das neu gewonnene Wissen konnte ich die Menge der Milch erhöhen, die ich frisch zum Markt bringen kann. Dadurch hat sich auch mein Einkommen erhöht und ich habe mehr Geld für die Bedürfnisse meiner Kinder.“
Fadumo Nuh Yusuf (Milchlieferantin)
„Früher gab ich meinen Kindern rohe Milch aus Plastikbehältern, wovon sie häufig Durchfall bekamen. Durch das Abkochen von Milch zerstört man zwar die Bakterien, aber auch die Nährstoffe. In den Kursen von Tierärzte ohne Grenzen habe ich gelernt, die Milch im Wasserbad zu erhitzen. So wird die Milch keimfrei und die Nährstoffe bleiben trotzdem erhalten. Meine Kinder bekommen jetzt Milch mit einer guten Qualität. Es ist schön, etwas zu lernen, das man direkt anwenden kann.“
Nadiifo Hussein Hashi




