Landesinformation: Somalia

| Sprachen | Somali als Amtssprache, Arabisch, Englisch und Italienisch als Handels- und Bildungssprachen |
|---|---|
| Hauptstadt | Mogadischu |
| Staatsform | Republik |
| Gründung | 1960 |
| Präsident der 2004 gebildeten Übergangsregierung: | Sheikh Sharif Sheikh Ahmed |
| Fläche | 637.657 km² |
| Einwohner | geschätzte 7,5–13 Mio. |
| Währung | Somalia-Schilling |
Somalia
Somalia befindet sich seit 1991 im Bürgerkrieg und hat seitdem keine feste Regierung mehr. Das Land ist praktisch in mehrere Teile zerfallen: Die Republik Somaliland im Nordwesten und die autonome Region Puntland im Nordosten haben sich abgespalten (beide international nicht anerkannt). Das verbleibende Zentral- und Südsomalia ist offiziell regiert vom Transitional Federal Government (Übergangsregierung auf Bundesebene), aber in vielen Regionen herrschen Clans oder Milizen. Die politische Situation ist äußerst unübersichtlich. In Teilen des Landes ist bislang kein Ende der Kämpfe in Sicht. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes liegt die Zahl der Binnenvertriebenen bei 1,5 Millionen Menschen, im benachbarten Kenia haben zusätzlich etwa eine Million Menschen Zuflucht gesucht. Sie haben nicht nur ihre Heimat, sondern häufig auch ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Eine heftige Dürreperiode und ein drastischer Anstieg der Lebensmittelpreise haben zusätzlich dazu beigetragen, dass viele Menschen im Land Hunger leiden. Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der Bedürftigen auf 3,8 Millionen Menschen. Durch die prekäre Sicherheitslage ist es für internationale Hilfsorganisationen schwierig, in Somalia Hilfe zu leisten. Die Vereinten Nationen koordinieren diese Hilfe und die Sicherheit der Hilfsorganisationen im Land.
Projekte in dem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land umzusetzen, bleibt nach wie vor eine besondere Herausforderung. Die Lage im Süden und Zentralsomalia erlaubt nur Nothilfeprojekte, die dem Ziel dienen, das Überleben der Menschen zu sichern: die Verteilung von Nahrungsmitteln und Trinkwasser, die medizinische Versorgung der Bevölkerung und des Tierbestandes. Denn trotz all der Kriegswirren muss das Leben weitergehen. Im Norden des Landes (Somaliland und Puntland) werden auch Entwicklungsprojekte finanziert.
Wir erhalten hin und wieder Anfragen, ob die Arbeit in Somalia derzeit überhaupt Sinn macht und ob die Nachhaltigkeit unserer Projekte unter diesen schwierigen Voraussetzungen gegeben ist. Die positiven Rückmeldungen der Menschen, die von unseren Projekten profitieren, zeigen uns aber immer wieder, dass Hilfe zum Überleben und Veränderungen zum Besseren möglich sind und dass Ihre und unsere Unterstützung dort ankommt, wo sie am Dringendsten gebraucht wird. Wir ergreifen alle in unserer Macht stehenden Maßnahmen, um dabei auch die Sicherheit unserer Mitarbeiter bestmöglich zu gewährleisten.
