Fakten zum Projekt
Land: Somalia
Themenbereich: Infrastruktur und Wiederaufbau
Laufzeit:07/2009-06/2010
Zuwendungsgeber: ECHO
Partner: VSF Suisse
Abkürzungen
ECHO - European Commission Humanitarian Aid & Civil Protection
VSF - Vétérinaires Sans Frontières
EMPASO II
Dürreintervention: Tierärztliche Nothilfe und Versorgung mit Trinkwasser für Mensch und Tier
Hintergrund
Die humanitäre Katastrophe verglichen mit den übrigen Landesteilen im südlichen Somalia am größten. Krieg, Gewalt, Dürre, mangelnde Infrastruktur und eine fehlende Regierung sind die Probleme. Die Flucht ins benachbarte Kenia ist für viele eine Versuchung, aber auch schwer zu verwirklichen. Nothilfeprojekte versuchen die Lage der Menschen zu verbessern.
Ziel unserer Arbeit
Die meisten Menschen in Somalia leben von der Tierhaltung. Sie dabei zu unterstützen, um ihre Lebensgrundlage zu stärken, ist unsere Aufgabe. Dazu gehören die Verbesserung der Tiergesundheit und der Wasserversorgung für Mensch und Tier, um die wichtigsten Punkte zu nennen. Großflächige Impfungen sind eine kostengünstige und wirksame Methode, Tierbestände gesund zu halten und Verluste zu minimieren.
Solche Projekte dienen dazu, dass die Anzahl der Flüchtlinge nicht noch weiter steigt. Denn in den Auffanglagern erwartet die Menschen ein Leben in Abhängigkeit von Nahrungsmittelhilfe und in Untätigkeit. In Würde zu leben bedeutet auch, für seinen Lebensunterhalt selbst sorgen zu können
Aktivitäten und Ergebnisse
Zu Beginn der zweiten Projektphase wurde zunächst eine Bestandsaufnahme aller Wasserstellen und Straßen der Umgebung durchgeführt, an denen Instandsetzungsmaßnahmen nötig waren. In einem zweiten Schritt wurden Sensibilisierungsmaßnahmen für die Dorfgemeinschaft und alle am Projekt beteiligten Akteure durchgeführt. Anschließend wurden Arbeiter angestellt, welche die nötigen Ausbesserungsarbeiten vornahmen, um die Wasserstellen und Straßen wieder nutzbar zu machen. Dies war eine so genannte „Cash for Work“-Maßnahme, das heißt, dass die Arbeiten von Menschen aus dem Projektgebiet durchgeführt wurden, die sich dadurch Geld für Lebensmittel verdienen konnten. Insgesamt wurden 70 km Zubringerstraße ausgebessert und eine Zisterne, ein sogenanntes Berkart, von 2.700 m³ für Wasserspeicherung ausgehoben. 1.680 Personen konnten durch die Arbeitsmaßnahmen ihr zur Verfügung stehendes Geld für den Zeitraum der Arbeitsmaßnahmen um 15% erhöhen. Vor Beginn der Tiergesundheitsaktivitäten wurden ebenfalls zunächst Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt. Danach wurden die Empfänger der Hilfsleistungen in Zusammenarbeit mit den Lokalbehörden ausgewählt. Tiergesundheitshelfer, Tierärzte und Apotheker erhielten Auffrischungskurse. Knapp 14.000 Haushalte konnten ihre Herden behandeln lassen. Entsprechend betrugen die Verluste innerhalb der Tierpopulation weniger als 10%.



