KEN-CORDAID

Viehvermarktung und Friedensförderung

Hintergrund

In den Projektgebieten leben Pastoralisten, das sind Menschen, deren Lebensgrundlage die Nutztierhaltung ist. Obwohl sie meist viele Tiere haben, sind diese Menschen größtenteils arm und leben in so abgelegenen Gebieten, dass sie kaum Leistungen von der Regierung erhalten. Es gibt nur begrenzt Zugang zu Märkten, wo sie ihre Tiere verkaufen könnten. Auch veterinärmedizinische Dienste sind kaum vorhanden. Zudem ist Viehdiebstahl zwischen verschiedenen Volksgruppen seit langer Zeit ein sehr verbreitetes Problem.

Unsere Arbeit

Seit 2006 haben wir viel getan, um eine tiermedizinische Grundlagenversorgung zu gewährleisten: Wir haben Tiergesundheitshelfer ausgebildet und mit den nötigen Impfstoffen und Medikamenten ausgestattet. Zudem wurde ein umzäunter Weideplatz geschaffen, auf dem ein Markt für Vieh abgehalten werden kann. Neu errichtete Schlachtstellen und Schlachthäuser ermöglichen eine hygienische Schlachtung. Als wichtiger weiterer Aspekt wurden kontinuierlich Maßnahmen zur Friedensförderung geleistet, etwa durch von uns organisierte regelmäßige Treffen zwischen verfeindeten Volksgruppen, um einen neutralen Rahmen für Friedensgespräche zu schaffen.

Aktivitäten und Ergebnisse

In 2009 wurde ein Workshop zur Viehvermarktung veranstaltet. Einzäunarbeiten für Weidegrund wurden abgeschlossen. Die Dorfgemeinschaft wird nach Abschluss des Projekts die geschaffenen Markt- und Weideflächen selbst verwalten. Die Schlachtstellen und Tiergesundheitsmaßnahmen werden von den ausgebildeten Tiergesundheitshelfern geleitet. Die friedensfördernden Maßnahmen werden von eigens gegründeten Friedenskomitees weitergeführt.