SOLAFA

Projekt zur Ernährungssicherung

Hintergrund

Eine ungewöhnlich lange Trockenzeit, anhaltende Inflation sowie hohe Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel haben zu einer angespannten Ernährungssituation in Puntland geführt. Auch die Piraterie vor den Küsten Somalias beeinflusste die schwierige Situation, denn durch die Unsicherheit in den Küstengewässern erreichen weniger Hilfslieferungen und Handelswaren das Land. Besonders stark von der Nahrungsmittelkrise sind diejenigen Menschen betroffen, die durch den Bürgerkrieg in Zentral- und Südsomalia ihre Heimat verlassen und dabei meist ihr gesamtes Hab und Gut zurücklassen mussten. Sie haben sich im ruhigeren Puntland und Somaliland als Binnenflüchtlinge (Internally Displaced Persons - IDPs) angesiedelt. Ihre Zahl beträgt mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Menschen (Quelle: UNHCR).

Ziel unserer Arbeit

SOLAFA, ein Nothilfeprojekt, hat die grundlegende Versorgung der Menschen in einer Region Puntlands mit Wasser und Lebensmitteln verbessert. Zielgruppe waren Menschen, die vor dem Bürgerkrieg in die Projektregion geflohen sind und ortsansässige Menschen, die von der Nutztierhaltung leben. Tierärzte ohne Grenzen stellte Wasser und Medikamente für die von der Dürre betroffenen Tiere bereit, denn diese Tiere sind die Lebensgrundlage der Menschen.

Aktivitäten und Ergebnisse

2.400 Menschen erhielten über einen Zeitraum von 20 Wochen je 2 Liter Milch pro Woche, um ihre Nahrungsversorgung unmittelbar zu verbessern. Die benötigte Milch wurde von regionalen Milchproduzenten gekauft, sodass diese ebenfalls Unterstützung in Form eines höheren Einkommens erhielten. 17 Tiergesundheitshelfer wurden ausgebildet und mit einer Basisausrüstung ausgestattet. 24.000 Menschen, die von der Tierhaltung leben, bekamen Unterstützung durch Tiergesundheitsmaßnahmen für ihre Herden. Dazu zählten Entwurmung, Behandlungen gegen Ektoparasiten, Infektionskrankheiten sowie die Verabreichung von Vitamininjektionen zur Stärkung der Tiere. 900 Menschen nahmen an sogenannten „Cash for Work“-Aktivitäten teil, das heißt, sie konnten sich Geld für Lebensmittel verdienen. Die durchgeführten Arbeiten sind von Gemeinschaftsinteresse; so wurden beispielsweise drei Sammelbecken für Wasser wieder nutzbar gemacht.