Impfen für Afrika! – Aktionstag am 11. Mai 2010
Am 11. Mai beteiligen sich rund 900 Tierarztpraxen am Aktionstag Impfen für Afrika! von Tierärzte ohne Grenzen e.V. An diesem Tag spenden sie die Hälfte ihrer Impfeinnahmen für die Arbeit des Vereins, der damit insbesondere folgendes Projekt zur Tollwutbekämpfung in Kenia unterstützt:
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr mehr als 55.000 Menschen an Tollwut, etwa 95% davon in Afrika und Asien. Hunde sind dabei die häufigste Infektionsquelle: 99 % der weltweiten Todesfälle bei Menschen sind auf die Übertragung des Virus durch Bisse tollwütiger Haushunde zurückzuführen. Kinder sind besonders gefährdet, denn 30%-60% der Opfer von Hundebissen sind Kinder unter 15 Jahren. Sie werden häufig beim Spielen von Hunden gekratzt oder gebissen. Das Fatale daran ist, dass sie sich der Gefahr einer Tollwutinfektion meist nicht bewusst sind und gerade auf kleinere Verletzungen daher nicht aufmerksam machen, sodass diese unbemerkt bleiben. Doch nur, wenn unmittelbar nach dem Biss eine fachkundige medizinische Versorgung erfolgt, ist die Krankheit noch zu stoppen. Die Behandlung kostet in Afrika umgerechnet etwa 40 US$ - Kosten, die für einen Durchschnittshaushalt kaum aufzubringen sind, wenn man bedenkt, dass das durchschnittliche Einkommen dort etwa 1,5 US$ pro Tag und Person beträgt. Um die Tollwut weltweit kostengünstig einzudämmen, empfiehlt die WHO die vorbeugende Impfung von Hunden. Nähere Informationen auf www.who.int
Hier setzt ein Projekt von Tierärzte ohne Grenzen e.V. an, das seit 2006 in der kenianischen Massai Mara durchgeführt wird. Die Menschen dort halten viele Hunde, unter anderem, um ihre Nutztiere vor Angriffen durch Raubtiere zu schützen. Die Haushundpopulation umfasst allein im Projektgebiet von Tierärzte ohne Grenzen geschätzte 20.000 Tiere. Vor Projektbeginn stellte die Tollwut in diesem Gebiet ein massives Problem dar: Es kam regelmäßig zu Bissverletzungen durch tollwütige Hunde und Übertragung des Virus auf Menschen. Auch Wild- und Nutztiere in der Massai Mara waren durch Tollwut bedroht. Durch vorbeugende Impfungen und intensive Aufklärungsarbeit ist es Tierärzte ohne Grenzen e.V. gelungen, die Zahl der Hundebisse und Ausbrüche von Tollwut bei Menschen deutlich zu reduzieren. Mit diesem Projekt leistet Tierärzte ohne Grenzen einen wichtigen Beitrag zur Tollwutbekämpfung. Der Verein ist seit 2008 „offizieller Partner für Tollwutprävention“ der Alliance for Rabies Control, die unter anderem den jährlichen Welttollwuttag veranstaltet.
Muss Ihr Haustier im Frühjahr geimpft werden? Dann können Sie dieses Projekt unterstützen, indem Sie die Impfung am 11. Mai in einer Tierarztpraxis durchführen lassen, die am Aktionstag teilnimmt. So kommt die Hälfte der Impfeinnahmen der Arbeit von Tierärzte ohne Grenzen e.V. zugute. Teilnehmende Tierarztpraxen in Ihrer Nähe finden Sie auf http://www.impfenfuerafrika.de/impf_2010.php?name=Tierarztpraxen
Nähere Informationen finden Sie auf www.impfenfuerafrika.de Dort können Sie sich auch Logos und Fotos zum Aktionstag herunterladen.

