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Katja Helbig
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14.07.2011 | Pressemitteilung

Am 28. September ist Welttollwuttag: Projekt von Tierärzte ohne Grenzen schützt Mensch und Tier

Am 28. September ist es wieder so weit. Hunderttausende Menschen setzen sich weltweit für die Bekämpfung der Tollwut und eine bessere Aufklärung ein.

Mit verschiedensten Aktionen möchten sie den Blick darauf lenken, dass Tollwut in vielen Regionen der Welt noch eine alltägliche Bedrohung darstellt. Jedes Jahr sterben ca. 55.000 Menschen an Tollwut, 95 % davon in Asien und Afrika.

So ist auch in der kenianischen Massai Mara, Narok Distrikt, die Tollwut ein großes Problem. Hunde, Nutztiere und Menschen sind von der Gefahr bedroht. Viele Menschen in der Massai Mara leben von nomadischer Viehhaltung. Ihre Hunde sind sehr wichtig für sie, denn sie helfen beim Hüten der Herden und schützen das Vieh vor nächtlichen Angriffen durch Raubtiere wie Löwen oder Leoparden. Allerdings sind die Haushunde in dieser Region die häufigsten Überträger von Tollwut und bilden das Infektionsreservoir. Wird ein Mensch von einem infizierten Hund gebissen, muss umgehend eine fachkundige medizinische Versorgung erfolgen. Dies ist in den abgelegenen Dörfern schwierig. Zudem sind die Kosten von ca. 30 € für die Menschen in der Region ein Betrag, den sie kaum aufbringen können. Einfacher und kostengünstiger ist es, die Hunde vorbeugend gegen Tollwut zu impfen. Die Impfung kostet nur ca. 1 € und setzt an der Wurzel des Problems an.

Deshalb impfen afrikanische Mitarbeiter der in Deutschland ansässigen Hilfsorganisation Tierärzte ohne Grenzen seit 2006 jedes Jahr mehr als 10.000 Hunde im Narok Distrikt in Kenia. Im Jahr 2010 wurden 17.000 Hunde gegen Tollwut geimpft, die Gesamtzahl seit Beginn des Projekts liegt bei über 55.000 Hunden. Seitdem ist in diesem Gebiet die Zahl der Tollwutfälle stark zurückgegangen. Schöner Nebeneffekt: Der Afrikanische Wildhund, der kurz vor dem Aussterben stand, wird wieder regelmäßig gesichtet, der Bestand erholt sich langsam.

Tierärzte ohne Grenzen führt die Impfungen unentgeltlich durch. Die Projektkosten werden mit Hilfe von Spendengeldern gedeckt. Neben der Impfkampagne ist auch die Aufklärung der Menschen über Infektionswege und Vorbeugung ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen die Tollwut. Tierärzte ohne Grenzen unterstützt mit diesem Projekt den Welttollwuttag seit 2008 als offizieller Partner.