01.06.2010 | Aus den Projekten

Nothilfeprojekt zur Tiergesundheit im Südsudan

Anfang des Jahres waren mehrere Tausend Menschen in der Region Jonglei State im Südsudan von gewaltsamen ethnischen Konflikten und Problemen in der Nahrungsmittelversorgung betroffen.

Ihre Lebensgrundlage ist hauptsächlich die Viehhaltung. Die Tiere, vorwiegend Rinder, sind nicht nur eine wichtige Nahrungsquelle, sondern werden auch für den Handel genutzt. Sie repräsentieren Wohlstand und Status ihrer Besitzer. Die Viehpreise sind jedoch rapide gesunken und der daraus resultierende Einkommensverlust macht es den Menschen immer schwerer, von den Einnahmen zu leben. Medikamente, um kranke Tiere zu behandeln, sind entweder extrem teuer oder auf den lokalen Märkten nicht verfügbar. Viehbesitzer haben ihre Tiere seit 2006 nicht mehr impfen lassen.

Der Schlüssel zur Verbesserung der Lage der Menschen liegt in der Tiergesundheit. Deswegen wurden in Zusammenarbeit von Tierärzte ohne Grenzen und dem Internationalen Roten Kreuz (ICRC) im März 50000 Rinder gegen die wichtigsten Krankheiten geimpft. 20 Tiergesundheitshelfer nahmen an einem Kurs zum Thema Tiergesundheit teil und haben eine Ausrüstung erhalten, um Tiere impfen und behandeln zu können. Eine Kühlkette mit solarbetriebenen Kühlschränken wurde aufgebaut, um die Medikamente und Impfstoffe richtig lagern zu können. Insgesamt 5000 Familien profitieren von dieser Unterstützung.

Links vorn im Bild: Jacob Kwake, Projektmanager des EVSP Projektes bei der Vorbereitung zur Impfung der Rinder