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16.03.2017 | Aus den Projekten

Projektbesuch in Äthiopien

Am Freitag früh stiegen wir voller Tatendrang in Addis Abeba in eine kleine Propellermaschine der Ethiopian Airlines um nach Semera zu fliegen. Semera ist die Hauptstadt der sehr trockenen Halbwüstenregion Afar. Ein Großteil der zwei Millionen Menschen die in Afar leben sind Wanderviehhirten.

Einen Flughafen gibt es in der Region erst seit zwei Jahren und befindet sich noch im Ausbau. Momentan besteht der Flughafen zwei Gebäuden. Auf einer der Sandpisten landeten wir und trafen so in unserem Projektgebiet ein. Tierärzte ohne Grenzen ist Afar mit sechs Projekten vertreten, die auf verschiedene Bezirke aufgeteilt sind. In Äthiopien werden Bezirke als Woredas bezeichnet. Die Afarregion besteht aus insgesamt 32 Woredas , in elf davon ist Tierärzte ohne Grenzen aktiv.

Trotz der frühen Morgenstunde mussten wir uns erst an die heiße Luft gewöhnen die uns förmlich ins Gesicht schlug. Die Afarhalbwüste ist eine der heißesten Regionen der Erde und verzeichnet oft weniger als 400 mm Niederschlag pro Jahr. Esmael, unser Projektmanager der uns begleitet, erlebte hier schon Temperaturen über 50 Grad. Doch zur Zeit ist es die „kühlere“ Jahreszeit, jetzt herrschen Temperaturen nur um 35 Grad. Esmael hat sehr erfolgreich ein wahrhaftiges Pilotprojekt in Afar implementiert. Das Projekt war nicht nur das erste Projekt von Tierärzte ohne Grenzen in Äthiopien, sondern auch das erste einer ausländischen NGO in dieser Region Afars. „Es war damals eine harte Zeit für mich. Über ein halbes Jahr hatten wir keinen Strom und die Temperaturen überschritten oft 50 Grad. Aber das Projekt war ein großer Erfolg! Die Menschen sind unserer Organisation bis heute dankbar, wir genießen ein sehr hohes Ansehen.“ erzählt er rückblickend. Esmael lebt jetzt in der Hauptstadt Addis Abeba, ist aber nach wie vor oft in der Afarregion.

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